Was kostet eine Asbestsanierung?
Einen Festpreis gibt es nicht: Was die Sanierung kostet, steht erst im Angebot eines Fachbetriebs nach Besichtigung. Drei Hauptposten bestimmen den Preis: der Ausbau selbst (abhängig von Bindung des Asbests, Risikobereich, Menge und Zugänglichkeit), die Entsorgung und die Folgekosten danach.
Marktpreise nennen wir nicht; unten steht, woran Sie ein Angebot prüfen. Für Sie ist das Portal kostenlos.
Erstes Angebot einholenSechs Dinge bestimmen den Preis
-
Die Bindung des Asbests
Wie fest der Asbest gebunden ist, bestimmt den Aufwand: Je schwächer die Bindung, desto mehr Schutz braucht die Arbeit — und desto höher kann der Preis ausfallen. Wie ein Bauteil einzustufen ist, steht auf den Bauteilseiten.
-
Der Risikobereich
Arbeiten mit hohem Risiko dürfen nur zugelassene Betriebe ausführen (§ 11a Abs. 3 GefStoffV). Ihr Aufwand für Schutz und Nachweis ist höher, das kann sich im Preis niederschlagen.
-
Die Menge
Wie viel Material betroffen ist, legt das Angebot fest. Lassen Sie deshalb alle Fundstellen im Haus nennen und im Angebot erfassen.
-
Die Zugänglichkeit
Wie gut die Arbeitsstelle erreichbar ist, beurteilt der Betrieb vor Ort und weist den Aufwand im Angebot aus.
-
Die Entsorgung
Die Annahmegebühr setzt jede Deponie selbst fest, dazu kommen Verpackung und Transport — die Regeln stehen weiter unten.
-
Was danach kommt
Die Sanierung hinterlässt eine Lücke: ein Dach ohne Eindeckung, einen Boden ohne Belag, eine Wand ohne Putz. Diese Folgekosten können außerhalb des Sanierungsangebots liegen, gehören aber ins Budget.
Was neben der Sanierung anfällt
Materialprobe im Labor
Für eine eingeschickte Selbstprobe oder ein Test-Kit inklusive Analyse verlangen Labore unterschiedliche Pauschalen. Die genaue Höhe nennt das jeweilige Labor. Das Ergebnis dient der eigenen Einschätzung, nicht als Nachweis gegenüber Behörden. Asbest testen lassen
Deponie und Annahme
Asbesthaltiges Dämmmaterial (Abfallschlüssel 17 06 01*) und asbesthaltige Baustoffe (17 06 05*) gelten nach der Abfallverzeichnis-Verordnung als gefährlicher Abfall und dürfen nur verpackt und getrennt gesammelt auf eine dafür zugelassene Deponie (LAGA M 23). Die Annahmegebühr setzt jede Deponie selbst fest — einen bundesweiten Preis gibt es nicht.
Für ein Schadstoffgutachten gibt es keine einheitliche Preisliste; den Betrag nennt der Sachverständige. Schadstoffgutachten erklärt
Checkliste: Angebot prüfen
Das sollten Sie im Angebot finden. Die Liste ersetzt keine Beratung.
-
Erlaubnis und Sachkunde
Fragen Sie nach der Zulassung oder Genehmigung des Betriebs (§ 11a GefStoffV; für schwach gebundene Produkte TRGS 519 Nr. 3.1) und nach der sachkundigen Person, die vor Ort die Aufsicht führt (TRGS 519 Nr. 2.15). In unserem Verzeichnis steht die Erlaubnis bei jedem Betrieb, soweit die Landesliste sie ausweist.
-
Anzeige bei der Behörde
Die Tätigkeit mit asbesthaltigen Materialien ist der zuständigen Behörde spätestens 7 Tage vor Beginn anzuzeigen (TRGS 519 Nr. 3.2 Abs. 1). Fragen Sie, ob und wann das geschieht, bevor Sie einen Starttermin vereinbaren.
-
Beschreibung der Arbeit
Das Angebot sollte nennen, welches Bauteil, welche Menge und welche Fundstellen es umfasst und in welcher Weise gearbeitet wird. So lässt sich später klären, was vereinbart war.
-
Posten einzeln ausgewiesen
Gut nachvollziehbar sind getrennte Posten, zum Beispiel für Anfahrt, Gerüst, Schutz und Einrichtung, Ausbau, Verpackung, Transport, Entsorgung, eine mögliche Notabdeckung und die Neueindeckung. Was fehlt, fragen Sie nach.
-
Verpackung, Transport, Deponie
Asbesthaltige Abfälle sind getrennt von asbestfreien zu halten und in sicher verschließbaren, gekennzeichneten Behältern zu sammeln (TRGS 519 Nr. 18.1); abgelagert werden sie nur in dafür zugelassenen Anlagen (Nr. 18.4). Fragen Sie, wohin der Abfall gebracht wird.
-
Unterlagen nach der Arbeit
Lassen Sie sich die Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten geben und bezahlen Sie per Überweisung — das ist Voraussetzung für die Steuerermäßigung (§ 35a Abs. 5 EStG). Bewahren Sie die Unterlagen auf; sie zeigen bei Verkauf oder Umbau, dass das Bauteil entfernt wurde.
Mehr dazu, was die Technische Regel von Betrieben verlangt: TRGS 519 erklärt.
Warum ein sehr niedriger Preis teuer werden kann
Ein auffällig niedriger Preis kann an der Entsorgung sparen. Fragen Sie nach, wie der Abfall verpackt und wohin er gebracht wird: Wer einen Betrieb damit beauftragt, bleibt verantwortlich, bis sie ordnungsgemäß abgeschlossen ist (§ 22 Kreislaufwirtschaftsgesetz) — im Einzelfall klärt das die Abfallbehörde. Prüfen Sie die Erlaubnis — in unserem Verzeichnis steht sie bei jedem Betrieb.
Wie es nach der Anfrage weitergeht — ein Betrieb übernimmt, Sie prüfen sein Angebot, nach der Arbeit kommt die Rechnung —, steht unter Erstes Angebot einholen und auf der Startseite.
Was die Vermittlung kostet: für Sie nichts
Für Sie als Auftraggeber ist die Anfrage kostenlos. Der Fachbetrieb zahlt uns 4 Prozent vom Nettowert seines Angebots, aber nur, wenn Sie dieses Angebot über das Portal annehmen. Wir vermitteln nur; die Sanierung führt der Betrieb aus, und der Auftrag besteht zwischen Ihnen und dem Betrieb. Die Bedingungen für Betriebe stehen in den Partnerbedingungen.
Was der Staat übernimmt
Eine bundesweite eigene Förderung für Asbestsanierung ist uns nicht bekannt. Handwerkerleistungen im eigenen Haushalt können die Einkommensteuer um 20 Prozent der Arbeitskosten mindern, höchstens um 1.200 Euro im Jahr — nötig sind Rechnung und Überweisung, bei öffentlich geförderten Maßnahmen gilt das nicht (§ 35a Abs. 3 und 5 EStG). Ob es greift, klärt die Steuerberatung. Ob eine Förderung für energetische Sanierung die Asbestarbeiten mit abdeckt, entscheidet der Fördergeber.
Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet eine Asbestsanierung?
Einen bundesweiten Festpreis gibt es nicht. Der Preis entsteht im Angebot eines Fachbetriebs, meist nach Besichtigung und Materialprobe. Er hängt vor allem davon ab, wie fest der Asbest gebunden ist, welcher Risikobereich gilt, wie groß und wie zugänglich die Fläche ist, wie viel zu entsorgen ist und was danach wiederhergestellt werden muss. Marktpreise nennen wir hier bewusst nicht.
Wer ist für die Entsorgung verantwortlich?
Wer einen Betrieb mit der Entsorgung beauftragt, bleibt dafür verantwortlich, bis sie endgültig und ordnungsgemäß abgeschlossen ist (§ 22 Kreislaufwirtschaftsgesetz). Fragen Sie deshalb nach Verpackung und Zieldeponie. Asbesthaltiger Abfall gilt nach der Abfallverzeichnis-Verordnung als gefährlicher Abfall (Schlüssel 17 06 01* und 17 06 05*). Im Einzelfall klärt die Abfallbehörde die Pflichten.
Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?
Für Handwerkerleistungen bei Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ermäßigt sich die Einkommensteuer auf Antrag „um 20 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 1 200 Euro“ (§ 35a Abs. 3 Satz 1 EStG, Fassung vom 29.06.2026). Ob eine Asbestsanierung darunterfällt, klären Steuerberater oder das Finanzamt.
Gibt es eine Förderung für die Asbestsanierung?
Eine bundesweite eigene Förderung für Asbestsanierung ist uns nicht bekannt. Ob Programme für energetische Sanierung die Asbestarbeiten mit abdecken, entscheidet der jeweilige Fördergeber. Fragen Sie dort, bevor Sie den Auftrag erteilen.
Darf ich selbst ausbauen, um Geld zu sparen?
Wir raten von Eigenarbeit an Asbest ab. Was im Einzelfall zulässig ist, sagt die zuständige Arbeitsschutzbehörde. Wer Arbeiten ausführen darf, hängt vom Risikobereich ab; für den hohen Risikobereich ist eine behördliche Zulassung nötig (§ 11a Abs. 3 GefStoffV).
Was kostet mich die Vermittlung über das Portal?
Nichts. Für Auftraggeber ist das Portal kostenlos. Der Fachbetrieb zahlt 4 Prozent vom Nettowert seines Angebots, aber nur, wenn Sie dieses Angebot über das Portal annehmen. Wir vermitteln nur: Wir sanieren nicht und sind nicht Vertragspartner des Auftrags.
Den echten Preis gibt es nur vom Betrieb
Beschreiben Sie Bauteil, Menge und Baujahr. Wir geben Ihre Anfrage exklusiv an einen Fachbetrieb im Umkreis, der dafür die passende Erlaubnis hat — und Sie erhalten ein Angebot statt Schätzwerten. Lehnen Sie ab, geht die Anfrage automatisch an den nächsten Betrieb. Für Sie kostenlos.